Gedankenpost, Lyrik
„Zufällig sieht man sich.
Man fühlt, man bleibt.
Und nach und nach wird man verflochten.“
– J.W. von Goethe

Du kannst jetzt grad nicht reden. – sagst du
Ich versteh das!
Manchmal geht das eben nicht. Du kannst nicht sagen, was du fühlst
und trotzdem seh ich, was du denkst.
Du willst jetzt stark sein!
Stark – was auch immer das heißt.
Leerer Blick, aber du funktionierst,
gefühlsneutral, doch du agierst,
du lachst – es erreicht deine Augen nur nicht
du siehst hin – die Tränen trüben nur deine Sicht.

Du bist da – irgendwie… nur in Gedanken grad bei ihr.
Du bist hier – irgendwie, nur Wir
sind grad nicht so wichtig.
Komm! Hierher! Zu dir selber zurück…
Ich bin auch hier, wenn du magst.

& mein Arm ist dein Handtuch,
meine Umarmung dein Ratschlag
& mein Kuss ist dein Handbuch
zum Pflasteranbringen.

Wir ringen
und kämpfen
gegen deine Trauer und deine Wut und gegen das Unfair-Universum
dass uns stumm
verspottet
Und dann weinen wir.
Wein einfach;
das ist schon ok.
Wein einfach,
ich weiß, es tut weh,
es tut so weh, wenn Herzen brechen.
Du siehst so traurig aus.
So leer. So erschöpft.
Du hast zu viel gegeben,
zu wenig bekommen
& die Brille geputzt
& siehst trotzdem verschwommen
bist so weit gekommen
& ´s hat trotzdem nicht gereicht
& vlt. ist das eben manchmal so…
Und ich kann gar nichts tun…
Aber
Wein einfach;
das ist schon ok.
Wein einfach,
ich weiß es tut weh,
es tut so weh, wenn Herzen brechen.
Ich kann dir heute nur versprechen
dass ich hier bleib,
neben dir.
Wenn du magst, die ganze Nacht…
Ich verlier nicht viele Worte
aber ich geb gut auf dich Acht
& meine Augen sagen sowieso schon viel
zu viel
über die sprachlosen Gedankenbäche
die in meinen Ohren (nur) rauschen.
meine Hand tätschelt deinen Arm,
hilft dir das?
selbst wenn ich Tröstendes sagen wöllt
ich wüsste sowieso nicht was…
Nur, dass ich heut dein Haltmast bin:
Ich sauge deine Tränen auf.
Nur, dass ich heut dein Trostpflaster bin:
Ich geb dir meine Schulter
und mein Herz geb ich dir auch.

& mein Arm ist dein Handtuch,
meine Umarmung dein Ratschlag
& mein Kuss ist dein Handbuch
zum Pflasteranbringen.

Und wenn du weinen willst, dann wein.
Ich weiß, wie weh es tut
und vielleicht tut es dir gut
und vielleicht wirds nur noch schlimmer
& manchmal ist das eben so
in diesem Unfair-Uniersum
manchmal kann man gar nichts tun
und deshalb bleib ich heute stumm,
wenn Herzen brechen
und erbreche mich mit dir.

Leni

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s