Lenis Reisetipps #2: Venedig

Allgemein

Hey ihr Lieben,

Ich war vor gar nicht allzu langer Zeit in Venedig. Eine ganze Woche lang habe ich die Vorzüge des italienischen Essens genossen, die warme Strandsonne, die es dort auch Februar schon gibt und natürlich auch die vielen Touristenattraktionen abgeknipst, die man sich so ansehen kann in einer der schönsten Städte Italiens. Und weil ich bestimmt nicht die einzige bin, die gern verreist, dachte ich mir, ich lasse euch ein bisschen an meinem Städtetrip teilhaben und gebe euch ein paar Tipps mit auf den Weg.

erstes Foto aus dem Bus, der uns von Flughafen ins Stadtinnere bringt


Nebensaison ausnutzen

Venedig ist eine recht beschauliche Stadt, die aus tausenden und abertausenden Kreuzungen und noch zehnmal so vielen Gässchen und Sträßlein zu bestehen scheint. Da hilft auch der Stadtplan nur noch bedingt weiter. Und so schön diese Stadt auch ist: Grün findet man hier wirklich selten. Einen Garten im klassischen Sinne habe ich gar nicht entdeckt, höchstens immer mal wieder hier oder dort einen Baum neben einer Bank oder einem Museum. Da die Stadt aber von so vielen Kanälen durchflossen wird, was wie ich finde einer Stadt immer ein sehr beruhigendes, meernahes Feeling verleiht, stört das eigentlich nicht weiter. Wenn aber die kleinen Gassen und Kanäle sich in der brütenden Sommerhitze aufwärmen und dann noch der Geruch hunderttausender, schwitzender Touristen und einem nahegelegenen Fischmarkt hinzukommt, sich alle in den winzigen Gässchen tummeln und kein Baum weit und breit in Sicht ist, der ein bisschen frische Luft zu spenden in der Lage wäre, dann kann ich mir durchaus vorstellen, dass das wohl ein bisschen anstrengend und auch weniger wohlriechend sein dürfte. Und seien wir mal ehrlich: Dann geht die ganze ialienische Romantik gleich mit flöten. 
Deshalb Tipp Nummer eins: Sucht euch einen ruhigeren Monat. Wer wie ich im Feburar fährt, läuft vielleicht Gefahr, dass einige Tage noch ein bisschen kühler und regnerischer sein können, dafür behalten die Sträßlein, Kanäle und die vielen engen Brücken und Kopfsteinpflasterwege ihren Charme. 

Blick von der „Ponte de l´accademica“
Einfach weil der Mantel so wunderschön aussieht und ein Herz im Hintergrund ist…


Masken
Ok, das werde ich wohl eigentlich niemandem von euch sagen müssen, aber irgendwie fand ich, es gehört der Vollständigkeit halber mit in diesen Blogpost: Venedig ist die Stadt der Masken. Die venezianischen Masken sind überall auf der Welt ein etablierter Begriff und wer nach Venedig fährt kommt eigentlich kaum umhin auch mindestens eine in den Koffer wandern zu lassen. Preistechnisch unterscheiden sich die Masken extrem. Es gibt an jedem der zahlreichen kleinen Stände mit Touristenattraktionen Masken auf Plastik, in grellen Farben mit Glitzersteinen, ab ca. vier Euro aber auch richtig schöne kleine Läden, in denen die Masken noch in richtiger Handarbeit geschaffen werden, aus Gips zum Beispiel, und natürlich auch handbemalt, die bekommt ihr ab 15 Euro, aber auch durchaus mal für 40 oder sogar noch mehr. Ich konnte natürlich auch nicht komplett daran vorbeigehen und habe mich dann schließlich für eine Maske aus einem dieser besagten kleinen Lädchen entschieden, die wie ich finde ein bisschen an das Phantom der Oper erinnert und so einen sehr schönen dunkleren roten Farbton mit goldenen Schlieren hat würde ich sagen. 
Linienboot statt Gondel
Venedig ist mindestens so viel Stadt der Gondeln wie Stadt der Masken. Und es sieht zugegebenermaßen auch wirklich schön aus, diese ganzen hübschen Böötchen (ist das der korrekte Diminutiv für Boot? Ich habe keine Ahnung) mit den traditionell gekleideten Gondolieren dazu. Aber es ist einfach wahnsinnig teuer, sich privat in so einer Gondel durch Venedig schippern zu lassen. Für alle, die nicht gerade auf Hochzeitsreise sind oder ihrer Freundin/ ihrem Freund einen Antrag machen wollen empfehle ich deshalb: Fahrt mit dem Linienboot. Venedigs Straßen sind ja, wie gesagt, ziemlich eng, da würde durch die meisten nie im Leben ein Auto durchpassen, geschweige denn ein fetter Bus. Weil man aber ja alles per Wasserstraße erreichen kann gibt es praktisch öffentlichen Nahverkehr durch Boote. Ihr könnt euch Ein- Zwei- oder auch Dreitagestickets an vielen Orten besorgen und damit viel Geld sparen. Die Wasserkanäle und das typisch venezianische Feeling bekommt ihr so auch, aber für viel weniger Geld (das lässt sich ja dann später in Form von Pizza und Eiscreme wieder reinholen 😉 ). 
Gondelbild Nummer eins
Ein typisch venezianischer Gondolier
Und Gondelbild Nummer zwei
Campanile und Dogenpalast
„Jeder echte Venezianer geht mindestns einmal am Tag über den Markusplatz!“- ein Spruch, der vielen bekannt sein dürfte. Und auch wenn er eventuell nicht zu 100% der Wahrheit entspricht- den Markusplatz sollte zumindest jeder Tourist einmal überquert haben. Zumal es am Markusplatz wirklich richtig was zu sehen gibt. Neben gefühlt einer Trilliarde Tauben (die ihr allerdings nicht füttern solltet, wenn ihr nicht zufällig 150 Euro für das Bußgeld übrig habt) findet sich hier zum Beispiel der Campanile (zu deutsch Glockenturm). Den könnt ihr für kleines Geld (ich glaube es sind so um die neun Euro) besichtigen und das lohnt sich wiklich bei jedem Wetter! Als ich oben war hat es leider ein bisschen gewindet und geregnet, gut ausgerüsteten Gewohnheitstouristen in Überlebensjacken wie mir allerdings macht das nicht soviel aus, der Blick über die Stadt, das Wasser und die Venedig vorgelagerten Inseln ist einfach unbezahlbar. Der Campanile ist mit fast 100m das höchste Gebäude in Venedig und wurde nach seinem Einsturz 1902 komplett wieder aufgebaut.

Auch der Dogenpalast ist wirklich sehenswert. Er war früher Sitz des Großen Rates und gibt heute mit einem (etwas einfach gehaltenen) Audioguide einen Einblick in die Geschichte des Gebäudes, des Militärs/ der Rüstungen und der Stadt Venedig selbst. Ihr könnt hier beeindruckende Deckenmalereinen, einen wunderschönen Innenhof und im Keller dann auch noch gruselige Kerker besichtigen. 

Der Markusplatz
Oben rechts seht ihr den Campanile. Hier den Markusplatz von oben


Venedig von oben #1
Venedig von oben #2
Im Dogenpalast

Das wars erstmal für heute 🙂 Schreibt mir mal, wie es euch gefallen hat, dann gibt es eventuell noch einen zweiten Teil. Ansonsten hoffe ich, ich konnte euch ein bisschen helfen, falls ihr vorhabt demnächst mal nach Venedig zu fahren. 

Wir lesen hier nächsten Sonntag wieder voneinander, bis dahin wünsche ich euch eine fantastische Woche, kommt gut durch die nächsten sieben Tage und genießt das sich langsam einstellende Sommerwetter. 

Vielen Dank fürs Lesen, bis ganz bald, 

Leni

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