Poetry Slam

Gedankenpost, Reden wir mal über...

Hey ihr Lieben, 

In meiner Blogbeschreibung habe ich ganz am Anfang geschrieben, dass ich vielleicht mal ein bisschen Literatur hier mit hineinbringe. Das werde ich dann heute auch tun, wenn auch ein bisschen anders, als ich das eigentlich gedacht hatte. Ich werde nämlich keinen eigenen Text hier posten, sondern ein bisschen mit euch über Poetry Slam reden.
Was das ungefähr ist, ist bestimmt den meisten von euch klar, für die die noch nie etwas von Poetry Slam gehört haben erkläre ich kurz, worüber ich hier eigentlich schreibe. 
Ein Poetry Slam ist sozusagen ein literarischer Wettbewerb. Jeder kann mitmachen und jeder der es tut, muss mit selbstgeschriebenen Texten antreten. Die werden dann vor einem Publikum gelesen und auch von diesem mit 1-10 Punkten bewertet. Das Zeitlimit, das man möglichst genau einhalten sollte, beträgt meistens um die fünf Minuten, das variiert aber, jenachdem, wo ihr zum Slam geht. 
Die Regeln sind auch relativ klar: Das Zeitlimit muss eingehalten werden, der Text/ die Texte müssen selbstgeschrieben sein und ihr dürft keine Requisiten, Gesang oder andere Hilfsmittel benutzen. 

Ich persönlich liebe Poetry Slams und finde es wahnsinnig beeindruckend, was manche Leute mit Worten alles anstellen können… 

Einige Poeten sind euch vermutlich bekannt, wenn ihr euch schon mal mit Poetry Slams beschäftigt habt. 
Julia Engelmann beispielsweise geht ja sogar auf Lesungstouren, hat ein eigenes Buch mit Slamtexten herausgebracht und schreibt mittleiweile auf der Stern-Seite eine eigene Kolumne. Ich bin damals über eine Freundin auf sie aufmerksam geworden und habe mir ihr vielgeclicktes YouTube-Video „One Day/Reckoning Text“ angesehen. Noch begeisterter war ich allerdings von dem Text „Für meine Eltern“. Was ich bei Julia Engelmann so schön finde, ist die Einfachheit ihrer Sprache, mit dem sie ihren Worten so viel Tiefe verleiht. Und das in jedem ihrer Texte eine eigene kleine Seele zu stecken scheint.
Ganz anders slamt zum Beispiel Andy Strauß. Ihn habe ich auf einem Poetry Slam in Dresden das erste Mal gesehen. Mit Jogginghose, einer ganz eigenen und besonderen Art, schwarzem Humor, den man immer erst am Ende des Verses erkennt und ganz viel Tiefgang ist er mir in Erinnerung geblieben.

Es gibt so viele wunderbare Poeten, dass ich euch gar nicht alle hier aufzählen kann. Von den meisten Leuten, deren Texte ich gehört oder auch nur selbst gelesen habe kenne ich die Namen schon gar nicht mehr, weiß aber noch ganz genau, was mich an ihren Texten so berührt, verzaubert oder zum lachen gebracht hat.
Auf der Leipziger Buchmesse bin ich dieses Jahr von Slam zu Slam gehüpft und hab versucht alles an Texten mitzunehmen, was ging. Der für mich schönste Text handelte von Rockern und Schweigefüchsen und forderte uns alle auf, mal die Perspektive zu wechseln. Aber obwohl der Verfasser Dominik Erhard wirklich erfolgreich slamt musste ich eine mir in Erinnerung gebliebene Textzeile googeln um mich an seinen Namen zu erinnern. 

Aber egal, wo ihr wann zu welchem Slam geht, ich wette ihr findet überall genau solche Textzeilen, die euch irgendwie berühren und hinterher noch eine kleine Weile begleiten. 
Und das ist genau das schöne daran: Die Verzauberung, die ganz wenige Worte mit ganz viel Sprachgefühl gemixt in uns bewirken können. 

Also dann ihr Lieben, ich hoffe ich konnte euch das Thema Poetry Slam ein bisschen näher bringen, vielleicht sieht sich der eine oder andere von euch ja mal einen an. 

Dann war´s das für heute, wir lesen nächsten Sonntag wieder voneinander, 

bis dahin, ich wünsche euch einen wunderbaren und hoffentlich ein klein bisschen poetischen Start in die neue Woche. 
                                                     Leni

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