Was ist Angst?

Lifestyle

Ein guter Freund hat mich vor Kurzem gefragt, was Angst ist. Ein sehr philosophisches Thema für ein Uhr nachts im Dönerladen, zwischen grellgrünen Wänden und einem Becher voll Ayran. Ich glaube, nein ich weiß, dass er diese Frage eigentlich nicht wirklich ernst gemeint hat. Ich glaube, es war eher ein Schmunzeln darüber, dass ich mir zu viele Gedanken mache. Aber irgendwie hat mich diese Frage nicht losgelassen. Und so habe ich spätnachts noch diese Nachricht verfasst.

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Angst – eine Definition

Angst … ist ein Schutz vor der Gefahr, die unterbewusste Warnung meines Körpers an mich: „Mach das nicht, du tust dir weh!“

Angst … ist eine innere Hürde, die zu überspringen viel Mut erfordert, weil die Mauer der Angst dick ist und hoch und niemand dir sagen kann, wie es auf der anderen Seite aussieht.

Angst … ist ein Teil von uns, ist wie ein Baum, den man hegt und pflegt, den man aber auch beschneiden muss, wenn die Äste drohen, auszuwuchern.

Angst … sollte dich nie an etwas hindern, sondern dich zur Reflexion anregen und dazu, auf deinen Verstand UND dein Herz zu hören.

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Wir haben alle zu viel Angst – vor der Zukunft, vor Unbekanntem, vor Prüfungen, davor, das unser Gegenüber uns nicht genau so gern hat wie wir ihn. Vor falschen Entscheidungen und manchmal sogar überhaupt vor Entscheidungen. Vor Hunden. Oder Spinnen, oder davor, dass uns eine Ente beobachten könnte.

Aber wir sollten niemals zu viel Angst davor haben, wir selbst zu sein!

Danke F. für diesen Gedankenanstoß!

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Leni

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5 Tipps, um Weihnachtsstress erfolgreich zu vermeiden

Allgemein

Weihnachten. Eine meiner liebsten Momente im Jahr, wie ich ohne zu zögern sagen kann. Ich liebe es, über den Weihnachtsmarkt zu spazieren, Schneemänner zu bauen, mich mit Freunden zum Plätzchen backen (und essen 😉 ) zu verabreden, Weihnachtslieder zu singen, Tannbaum schlagen zu gehen… und und und.

Ich mag die Besinnlichkeit, die Ruhe, den Frieden. Die Lichter überall. Den Glühwein und das plötzlich die ganze, schnelllebige, leistungsorientierte egoistisch zentrierte Welt den Gedanken der Nächstenliebe wiederentdeckt, wie Kleingeld, dass man plötzlich unverhofft auf der Straße findet.

Das ist die eine Seite von Weihnachten. Und die andere?

Realität: Die Straßen und Geschäfte sind unglaublich überfüllt. Die letzten schon im August in die Regale gelegten Dominosteine werden hektisch für den Plätzchenteller aufgekauft, alle haben irgendwie jeden Tag des Advents eintausend Termine. Die Schüler müssen letzte Arbeiten schreiben, schnell noch vor Weihnachten gepresst und überhaupt hetzt man sich von einer Weihnachtsfeier zur nächsten, über Familienessen, Betriebsfeier bis hin zum Schulweihnachtskonzert oder dem Musikauftritt eines Familienmitglieds beim Weihnachtsvorspiel. Der Jahresabschluss wird zelebriert – in einer Form, die jedes Feiern und Spaß haben unmöglich macht, durch die Erstickung derselbigen im Weihnachtlich – hektischen Trubel.

Plätzchen backen, Feiern abklappern, Festtage organisieren, Weihnachtsmarktbesuch und Baumschlagen in den Kalender quetschen, die Wohnung dekorieren, und dann auch noch dieser Druck, für jeden das perfekte Geschenk zu finden.

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Was ist aus Weihnachten geworden? Wo ist die Besinnlichkeit hin?

Mein Vorschlag: Entschleunigt mal. Und schaut euch mal um. Bleibt mal im weihnachtlichen Gewühl stehen, und guckt euch die gestressten Christmaslovers um euch herum an. Wollt ihr euch das wirklich antun? Schon wieder?

Wenn nicht? Dann kommen hier 5 Tipps, wie ihr Weihnachtsstress erfolgreich vermeiden könnt:

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1. Prioritäten setzen :

Zuerst muss alles aus dem Kalender fliegen, was euch in Stress versetzt. Du möchtest zwar gern zur betriebsinternen Weihnachtsfeier deines Nebenjobs, aber wenn du dann am nächsten Abend zur Uni-Weihnachtsparty willst, fällt dir beim Gedanken, dann schon wieder keinen einzigen Abend in der Woche zuhause zu verbringen, die Decke auf den Kopf? Dann überleg dir, was dir wichtiger ist – und lass das andere bleiben. Zu viel des Guten ist auch blöd. Und beides gibt es garantiert auch nächstes Jahr wieder.

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2. Eine „Weihnachts-Bucket-List“ erstellen :

Gehört ein bisschen zum ersten Punkt. Mach dir eine Liste mit den Dingen, die für dich wirklich dazugehören – und plane sie fest im Kalender ein. Wen du dann immer noch genug freie Zeit hast, bastel dir optionale Veranstaltungen drum herum. Auf meiner Liste auf jeden Fall dabei :

  • Schlittschuh laufen gehen (ich lerne es gerade. Ich stelle mich noch ein bisschen an wie in Baby, das gerade laufen lernt, aber es macht mir tierischen Spaß 🙂 )
  • Weihnachtsmarkt besuchen
  • Familienzeit
  • Lichterketten anbringen, Räuchermännchen hervorkramen und mit Glühwein und Freunden „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ gucken.
  • Weihnachtsgeschenke basteln

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3. Geschenke finden – nur wie? :

Am Einfachsten ist es natürlich, sich über diesen Punkt schon vorher Gedanken zu machen, und nicht erst Mitte Dezember. Ich habe in meinem Jahresplaner zwei Listen: Eine für die Dinge, die ich mir wünsche; die Andere für die Dinge, die ich anderen gern schenken möchte. Ich die Liste trage ich dann übers Jahr verteilt immer, wenn ich eine Idee habe, oder mein Gegenüber etwas erwähnt, von dem ich denke: Das wäre doch ein tolles Geschenk ein, was ich schenken möchte, wem und was es ungefähr kostet. Für den Grpßteil meiner Lieben abe ich nämlich immer mal wieder Ideen – wenn ich sie aber nicht aufschreibe, sind sie auch genau so schnell wieder weg, wie sie kamen. Mit der Listen-Methode weiß ich allerdings meistens wenn es soweit ist ziemlich genau, was ich verschenken möchte. Und kan auch auf die Frage, was ich gern hätte, antworten. Ich persönlich finde immer wichtig, dass man Dinge verschenkt, bei denen man sich auch etwas gedacht hat. Die Geschichte dahinter zählt und auch viel mehr, dass man sich für einen lieben Menschen ein bisschen Arbeit gemacht hat. Ein Geschenk, das sagt: „Hey, ich wollte was Besonderes machen und habe dafür ein bisschen Zeit investiert“ finde ich persönlich viel schöner, als etwas das schreit : „Ich habe zwar Geld ausgegeben, aber mal eben was über Amazon bestellt.“

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4. Besinnlichkeit „zelebrieren“ :

Weihnachten läutet das Jahresende ein. Und es ruft uns stärker als jedes andere Fest, zu Besinnlichkeit auf. Besinnlichkeit? Ja. Sich besinnen. Auf sich selbst. Auf das vergangene Jahr. Auf das Kommende und das Erlebte. Setzt euch mal ganz bewusst in einen Sessel, nehmt euch einen Block und einen Stift in die Hand, trinkt eine Tasse Kakao, oder Tee oder was euch eben gut tut und dann besinnt euch…

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… Auf die Vergangenheit.

Was habe ich im vergangenen Jahr erreicht? Was habe ich gelernt? Was Hat mich inspiriert? Was angetrieben? Was gestört? Was lief nicht so optimal? Welchen tollen Menschen habe ich getroffen? Welches Buch oder welcher Film hat mich zum Nachdenken angeregt?

… Auf die Gegenwart.

Wie geht es mir jetzt gerade? Was macht micht glücklich? Was traurig? Bin ich mit mir selbst zufrieden? Mit dem, was ich tue? Wie ich bin? Was will ich verbessern? Was ist schön in meinem Leben?

… Auf die Zukunft.

Ws steht in nächsten Jahr an? Welche Orte möchte ich sehen? Welchen Menschen wiedertreffen? Wem möchte ich vielleicht eine Karte oder einen Brief schreiben, um ihm zu sagen, dass ich an ihn denke? Was nehme ich mir fürs neue Jar vor?

Zum Thema Vorsätze habe ich vor einiger Zeit schon einmal einen Blogpost geschrieben, den findet ihr, wenn ihr hier klickt.

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5. Feiern! :

Wenn ihr jetzt optimal vorbereitet seit auf eure entspannte Weihnachtszeit und auf einen wohligen Jahresausklang, dann kommt gut durch den Advent und lasst mich gern in den Kommentaren, oder auf Instagram wissen/lesen/sehen, was auf eurer „Weihnachts-Bucket-List“ steht.

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Der Schein trügt…

Lifestyle

Ich scrolle durch meinen Feed. Zum dritten Mal schon heute. Verdammt. Ich werde langsam wirklich süchtig nach dieser Plattform. Aber ich kann mir nicht helfen. Ich mag Instagram. Ich mag diese schönen Bilder, diese hübsch arrangierten Tische, die perfekt manikürten Nägel, die wunderschönen Landschaften und die kleinen, hashtaggespickten Texte. Das soziale Medium übt eine gewisse Faszination auf mich aus, inspiriert mich, macht einfach Spaß.

 

Wenn man wie ich viel auf Instagram unterwegs ist, stellt sich aber schnell auch mal ein beklemmendes Gefühl ein. Dieses „perfekte Leben der Anderen“ kann schon den ein oder anderen Zweifel am eigenen Leben hervorrufen. Weil meine Nagelbetten oft eingerissen oder rau sind, meine Kleidung nicht perfekt stylisch aufeinander abgestimmt ist und mein Essen auch niemals so fotogen wie das anderer Bloggerbabes.

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Und trotzdem: Was mache ich denn anders? Ich blogge auch, promote meine Artikel mit Bildern auf Instagram, versuche, möglichst schöne, fröhliche Bilder zu knipsen und sie homogen zu bearbeiten. Logisch. Ich möchte ja meinen Followern ein gutes Gefühl geben, Positivität, Inspiration und sie mit guter Laune anstecken. Klar, dass ich da nicht dauernd über Selbstzweifel, schlechte Tage oder unreine Haut berichte oder sie am Besten noch jemandem fotografisch unter die Nase reibe. Auf der anderen Seite würde es mich natürlich verletzbar machen. Ich will nicht, dass mich so jemand sieht. Man verkriecht sich, wenn man krank ist, nicht umsonst unter der Bettdecke zuhause, und bei unreiner Haut schmiere ich mir ja nicht umsonst Concealer auf den Pickel. Ich will schön sein. Fröhlich sein. Perfekt. Eine Utopie, die von sozialen Medien natürlich uneimlich befeuert wird. Sehr gefährlich, vor allem für Teenager, die sowieso in der Findungsphase stecken und häufig unter Unsicherheiten leiden. Deshalb ist es so schön und wichtig, zu sehen, wie viele Blogger sich langsam auch diesen Themen annehmen.

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Zu diesem Blogpost heute bin ich nicht von ungefähr gekommen. Ich wurde sehr stark dazu inspiriert durch die liebe Lena von Consider Cologne , die Anfang November einen sehr ehrlichen und inspirierenden Post über genau dieses Thema Instagram geschrieben hat. Und der Inhalt dieses heutigen Posts war ursprünglich mein Kommentar unter ihrem Blogartikel. Wenn das nicht zeigt, dass auch schwierige, unangenehme, TMI-Themen langsam endlich besprochen werden… 😉 Niemand erwartet, dass du dich verheult vor deine Kamera stellst und ich werde auch sicher nicht anfangen, meine Leser mit meinen Problemen zu „belasten“. Das ist nicht meine Aufgabe. Nicht das Ziel meines Blogs. Aber es ist schon viel geholfen, diese prekäreren Themen einfach anzusprechen. Schlechte Tage, Krankheit, ganz normale Probleme, wie jeder sie kennt, nicht totzuschweigen. Sonst bekommen wir sehr schnell das Gefühl, allein mit diesen Problemen dazustehen, fressen Frust in uns hinein und verwandeln ihn in Minderwertigkeitskomplexe, weil an unserer ganz normalen Alltagsrealität eben kein Filter haften bleibt.

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DSC_0618Also bitte behaltet das im Hinterkopf, beim Scrollen durch die Welt schöner Bilder, perfekt angerichtetem veganem Essen und frischen Blumen – Kaktus und Pizza in Schlabberhose ist auch ok! Toll sogar, wenn es dir guttut!

Die Fotos zu diesem Blogpost sind während eines Shootingtages mit einer Freundin entstanden. Als wir uns die entstandenen Bilder hinterher angesehen haben, fand ich sie unglaublich schrecklich. Ich habe mir wirklich auf keinem einzelnen Bild gefallen. Aber irgendwie dachte ich, hier passt es. Das bin eben ich. Ich gefalle mich nicht jeden Tag, in jeder Sekunde des Tages, und schon gar nicht wenn ich esse oder gähne. Ist halt so – im echten Leben. Filterlos.

 

 

Leni

Schlüsselmomente

Lifestyle

Mir fehlt das Schreiben. Nach 2 Wochen Blog-Pause geht es heute endlich weiter. Ich habe das Blogdesign ein wenig verändert, ich brauche frischen Wind. Passt ja auch zur kalten Jahreszeit 😉 

Es gibt heute einen kleinen Text, eine Erinnerung aus dem vergangenen Jahr. Eine Erinnerung, die mir wichtig ist, und mit der ich schöne Augenblicke und wichtige Erkenntnisse verbinde. Eine Erinnerung, die mir von Freundschaft erzählt  und von Selbstentwicklung und Bauchgefühlen. Eine Erinnerung, die ich gern wachhalten möchte, weil sie mir zeigt, wer ich war und wer ich heute bin. Und deshalb teile ich diesen Gedanken heute mit euch.

Ich schreibe ja eigentlich keine Erklärungen zu meinen Texten, (schon gar keine, wenn sie dreimal so lang ist, wie der eigentliche Text), weil ich es gern mag, wenn sie für sich selbst stehen und ihr so eigene Erinnerungen, Erfahrungen und Konnektionen damit knüpfen könnt. Aber heute fand ich es wichtig, zwei drei Worte dazu zu verlieren.

Die Erinnerung, von der ich schreibe, stammt aus dem letzten Jahr und im Nachhinein kann ich noch spüren, wie sich dieser Moment angefühlt hat. Irgendwie leicht und glücklich und lachend. Und ich kann diese Erinnerung wachrufen, den Menschen, den ich mit ihr verbinde und den Menschen, der ich selbst in dieser Situation war. Und den ich gern mag. Ich kann von diesem Schlüsselmoment zehren, ohne in ihn zurückzuwollen. Und das ist unglaublich viel wert.

Gibt es für euch solche Schlüsselmomente, wenige Momente, eine Situation, die im Nachhinein so viel Bedeutung entwickelt, obwohl sie eigentlich so banal scheint? Schreibt mir das gern, ich bin gespannt. Meinen Schlüsselmoment gibt es hier:

 

Erinnerungen

Alter Bekannster eines Jeden, 

von Zeit zu Zeit immer weiter gegeben. 

An warmen Feuern aufgewärmt, 

zeitweise verschlüsselt, zeitweise erklärt, 

belächelt, beweint, gleichermaßen geliebt, 

in Zeiten der Trauer einz´ger Trost der noch blieb, 

gehegt und gepflegt von jedermann, 

Erinnerungen klopfen leise an. 

Ich lege die Füße hoch und drehe am Lautstärkeregler des Autoradios. Meine roten Katzensocken wippen im Takt der Musik. Ich merke am Anfang gar nicht, dass du mich entgeistert anschaust.  „Was ist?“, frage ich lachend, als ich deinen Blick bemerke. So schlecht tanze ich nun auch nicht. „Taylor Swift? Ehrlich jetzt?“ Skeptisch amüsiert ziehst du eine Augenbraue nach oben. „Und ich hab bis jetzt so große Stücke auf deinen Musikgeschmack gehalten.“ Ich strecke dir zur Antwort nur die Zunge raus. „Na und?  Ich mag die Frau.“ Zwei Minuten später wirbeln wir beide lauthals singend zu „Shake it up“ die Hände durch die Luft.

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Leni

Gedanken sortieren. Kleine Pause.

Lifestyle

Ich würde gerne schreiben. Irgendetwas halbwegs Interessantes. Ich habe noch drei oder vier angefangene Dateien im Stock, aber ich schaffe es nicht, eine dieser Ideen wirklich in Worte zu fassen. Sie gut auszuformulieren, sodass ich mich wohl damit fühlen würde, sie hier auf dem Blog zu veröffentlichen. Und deshalb heute nur ein kurzes Lebenszeichen. Ich schaffe es gerade nicht. Ich habe zu viele andere Dinge im Kopf, Sachen, die ich hier nicht schreiben kann, weil ich sie selber noch nicht ganz verstehe und weil ich nicht weiß, wie ich diese Gefühle erkläen soll. Mal schauen, ob ich es bis nächste Woche schaffe. Wenn nicht, dann gibt es hier wohl eine kleine Blogpause, ich brauch mal ein bisschen Zeit zum Nachdenken. Und möchte auch nicht was 0-8-15 Schnellgetipptes veröffentlichen, das versteht ihr hoffentlich.

Schaut gern trotzdem nächsten Sonntag wieder vorbei, wer weiß, vlt. habe ich es bis dahin ja geschafft, meine Gedanken in Worte zu fassen. Wenn nicht, mein zweiter Blog simply soleil , den ich zusammen mit meiner Freundin Marla betreibe, läuft wie gewohnt weiter, sonst schaut da gern vorbei.

Ich freu mich hier bald wieder auf Gedankenaustausch mit euch, bis dahin alles Liebe,

Leni

Oktober

Lifestyle

Im Oktober ist Einiges passiert. Und die Rückschau dazu gibt es heute, weil mir das in der Sommerreflektion so viel Spaß gemacht hat 🙂

Gereist … Ich hatte im Oktober eine kleine Woche frei und die habe ich genutzt, um zumindest drei Tage an der Ostsee auszuspannen. Lange Strandspaziergänge, kalte Herbstwinde, Fahrradtouren… Was gibt es Schöneres? Und ja, ich bin ein großes Mädchen, aber als ich gezwungen war, meinem Lieblingsort (viel zu schnell) wieder den Rücken zu kehren, sind mir beinahe ein paar Tränen in die Augen gestiegen.

Gelesen … habe ich unverschämt wenig. Und ich habe auch den Ken Follet noch nicht beendet, von dem ich euch im letzten Rückblick vorgeschwärmt habe (auch wenn ich zugegebenermaßen trotzdem schon bei jedem Buchladenschaufenster in Versuchung komme, wenn ich das brandneue und wunderschöne Hardcover stehen sehe … Hach, ich bin ein hoffnungsloser Fall, was Bücher angeht…) . Aber ich war noch nie ein monogamer Leser und so habe ich an der Ostsee in der Grabbelkiste für 2€ nicht lange überlegt und von Lauren Weisberger „Ein Ring von Tiffany“ einepackt. Ich lese ihre (zugegebenermaßen eher seichten) Romane einfach unheimlich gern und habe immer ein bisschen das Gefühl, in Sex and the city – Welten zu entschwinden…

Genossen … Ganz viel Familienzeit an der Ostsee! Und wieder zuhaus die Herbstsonne, die doch zwischendurch noch einmal ziemlich warm schien (Komm zurüüüück!!). Das musste natürlich genutzt werden und so ging es mit Musik in den Ohren ab aufs Rad den schönen Elberadweg entlang. Danach noch auf einer Bank mit der Freundin zum Kaffeetrinken und quatschen treffen… schöner kann man den Herbst nicht genießen!

Gesehen … Ich war für meine Verhältnisse sehr häufig im Kino im letzten Monat. Da Theater und Oper erst langsam die neue Spielzeit anrollen, war das so ein bisschen die erste Wahl und es kommen auch tatsächlich viele Filme derzeit, die mich sehr interessiert haben. Mein klarer Favorit: The Circle mit Tom Hanks und Emma Watson. Ich weiß, dass die Kritiken wohl nicht umwerfend waren, aber ich hatte das Buch gelesen und war wahnsinnig gespannt auf den Film. Und das hat sich gelohnt. Auch überraschend gut gefallen hat mir Jugend ohne Gott, doch zu diesen beiden und noch weiteren Filmen kommt demnächst vielleicht ja auch nochmal eine genauere Kritik auf meinem Zweitblog Simply Soleil online, schaut dort auch gern vorbei. Jeden Dienstag 16:00Uhr gibt es da einen neuen Blogpost.

Gelernt … Ja, meine Hefter, Bücher und was es sonst noch an Lernutensilien gibt, waren sei ich aus dem Urlaub zurück war zugegebenermaßen meine besten Freunde. In dem Sinne habe ich vlt. doch viel gelesen… ?? 😉 Nun ja, also zumindest nahm dieser Part in den vergangenen Tagen einen Löwenanteil meiner Zeit in Anspruch, so dass ich zumindest hinter die vergangene Woche wirklich drei Kreuze mache! Mal schauen, es geht nicht wirklich entspannter weiter… Wem geht es genauso?

Gedacht und Geschrieben … „Du hast mir mal gesagt, du könntest da so einen Kartentrick. Misch das Blatt, ich ziehe eine. Ich schau sie mir genau an und du blickst mir in die Augen. Und überlegst. Überlegst ein bisschen zu lange, welche Karte ich wohl aus deinem Stapel gezogen habe. Ich blicke verstohlen auf die Pik sieben, die ich verkrampft zwischen den Fingern halte und wünscht mir, es wär die Herz Dame.“

Gelpant … Viele viele Dinge fü den November. Ich habe tatsächlich das Gefühl, schon komplett den Kalender vollgekritzelt zu haben, mit Terminen, Ausflügen, Geburtstagen, Treffen, Reisen, und und und… Es stehen im neuen Monat viele schöne und auch viele anstrengende Dinge an und manchmal habe ich ein bisschen das Gefühl, mir bleibt so ein bisschen die Luft zum Atmen weg. Also plane ich vielleicht gleich noch ein bisschen weiter – Ruhepausen.

Kommt gut durch Halloween und in den November!

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Leni

 

Septembernacht

Lifestyle

02:33 Uhr : Ich steige die Stufen zu meiner Wohnung hinauf. Amewu dröhnt laut auf meinen Ohren. Die klare Nacht, mein Fahrrad, Deutschrap. Die beste Kombination, die ich mir gerade vorstellen kann. Wir waren tanzen. Endlich wieder tanzen. Zu Dubstep, Techno, keine Ahnung, ich kenn mich da auch nicht so genau aus. Würde ich mir so auch nie anhören. Aber heute Abend – da hat das gepasst. Da konnte ich über der Rythmuswelle schweben und mit geschlossenen Augen einfach nur die Arme im Takt um meinen leicht wippenden Körper wirbeln.

…davor…

21:30 Uhr : Wir sitzen auf ihrem Wohnzimmerboden. Die anderen sind gerade draußen auf dem Balkon. Eigentlich hatte jemand Latino-Radio-Musik angemacht, irgend so etwas, aber gerade ist das Lied umgesprungen und jetzt säuselt uns James Blunt aus der Box und untermalt unsere Frauengespräche. Wir fühlen uns jetzt schon wie drei Uhr morgens, vielleicht, weil die Woche so lang war, oder es draußen so stockfinster ist. Ich kuschel mich ein bisschen an deiner Schulter an und dann reden wir. Und ich erzähle dir ein bisschen zu viel, während die anderen vom Balkon kommen und das Ende erraten. Drei Sätze. Mehr bekommen sie nicht zu hören. Aber schon nach diesen drei Säzen würde ich am Liebsten meine Zunge verschlucken. Verdammt! Warum muss ich immer so ehrlich sein? Warum sind die Geheimnisse anderer Leute hinter meinen Lippen sicherer verschlossen, als im bleitürigen Tresor, aber mein eigenes Herz trage ich gelegentlich auf der Zunge und spucke es dann wie einen Fremdkörper von mir, bevor angemessene Worte auch nur die Chance hätten, es vor der Kälte der Welt schützend zu ummanteln? Shhh – what was said in here, stays in here – pinky promis…

23:44 Uhr : Wir sind da. Ich schließe mein Rad ans Geländer und dann gehen wir rein. Die Musik und der Nebel verschlucken uns im Eingangsbereich schon beinahe. Im Schwarzlicht leuchtet meine weiße Bluse neongespenstisch auf. Ich bin eine Lichterkette. Wir haben ein Nachtgespräch geführt, auf dem Weg hierher. Danke! Und jetzt werden wir tanzen. Mein Körper findet den Takt und meine Fingerspitzen schieben sich der Klangmelodie entgegen, dieser verschoben bizarren Abfolge von Tönen, die ich normalerweise vermutlich nicht einmal klar als Musik definieren würde. Aber sie trägt mich. Endlich wieder tanzen.

01:17 Uhr : Wir ziehen weiter. Die Bar, in die wir streben, macht gerade zu und so setzen wir uns draußen noch ein bisschen auf die Bank. Erzählen ein bisschen. Von uns, vom Leben, von kostenlosen Wassergläsern, von Deutschrap und Schlager und Museen. Und ich habe euch doch schon zu viel erzählt. Und das, obwohl wir uns noch gar nicht lange kennen. Nicht ganz einen Monat. Und trotzdem habe ich keine Angst. Ich habe keine Angst, beurteilt zu werden, keine Angst, belächelt oder kategorisiert zu werden. Ihr drückt mir keinen unsichtbaren Stempel auf die Stirn. Vermutlich ist es euch gar nicht wichtig, keine große Sache. Shließlich habe ich keine Straftat begangen, oder mein dunkelstes Geheimnis gelüftet (gibt es das überhapt? Wer hat denn schon tatsächlich eine Leiche im Keller? Eben. Eigentlich sind wir doch alle ganz schön durchschnittlich. Und das finde ich super!). Es war wohl wirklich ganz normal, das alles zu sagen. Warum ich Frust abtanzen wollte. Und ihr habt mitgemacht.

2:34 Uhr : Ich drehe den Schlüssel im Schloss, streife meine Schuhe von den Füßen. Ich hänge die Jacke ins Bad, die mich auf dem Fahrrad nicht warm genug gehalten hat. Es wird jetzt wirklich eiskalt nachts. Ich klappe den Mac auf. Nur ein bisschen schreiben. Denken. Reflektieren. Genießen. Gedanken absaugen. Also tippe ich die Nacht in mein persönliches Denkarium.

3:04 Uhr : Ich schließe das Blogfenster ud fahre den Laptop herunter. Abschminken, in den Pyjama schlüpfen. Und dann reisen. Weit weg. Ins Land der Träume. Was für eine schöne Nacht!

Leni

Cool sein? Nein danke! // Es ist ok, Joggen doof zu finden! – oder andere Dinge.

Lifestyle

Mittwoch Abend. Ich fühle mich unausgeglichen. Irgendwie unwohl. Mir gehen viel zu viele Dinge durch den Kopf. Und ich will jetzt nicht nachdenken. Will mir nicht den Kopf zermartern über Probleme, die ich heute nicht mehr lösen kann. Das ging mir in letzter Zeit häufig so. Der gute Rat mehrerer Freunde und Verwandter: „Probiers doch mal mit Joggen. Hat mir super geholfen, den Kopf freizukriegen.“ Ich schaue auf die Uhr. Mist. Die Schwimmhalle schließt in 45 Minuten, das schaffe ich nicht mehr. Also ok, was solls, geb ich dem Joggen eben noch eine Chance. Vielleicht hilft es ja was. Verschlechterung kommt mir in der gegebenen Situation eher unwahrscheinlich vor, was habe ich also zu verlieren? Rein in die Sportsachen, Handy samt Kopfhörern zusammengesucht, Schlüssel in die Tasche und die Sportschuhe geschnürt. Und dann geht es los. „Because U know I´m all about that Bass“, wummert mir Meghan Trainors eingängiger Beat in den Ohren und gibt mir so ein Schritttempo vor. Einatmen. Ausatmen. Kurz denke ich darüber nach, wie ironisch das ist. Sich anzuhören, das Kurven doch sexy sind, während man Sport treibt. Aber gut. Wir machen das ja heute nicht, um Kilos zu verlieren, denke ich und versuche, mein Gehirn abzuschalten und von der ausgewählten Spotifyplaylist mit Tönen zudröhnen zu lassen. Vergebens. Stattdessen beginne ich nur nach anderthalb Liedern in einem Maße zu Schwitzen, dass ich sicher problemlos den Fluss neben dem ich jogge im Alleingang mit Wasser versorgen könnte. Der Kopf bleibt aber weiterhin voll. Vielleicht bin ich noch nicht weit genug gerannt. Also weiter. Und weiter. Und immer weiter. Ich lege immer häufiger Gehpausen ein, weil ich es nicht schaffe, lange am Sück zu joggen. Verdammt. Warum sieht das bei allen anderen Leuten immer so mühelos aus? So ganz nebenbei? Nach 40 Minuten schließlich gebe ich auf. Meine Gliedmaßen fühlen sich irgendwie gummiartig an und mein ganzer Körper ist eher müde als vom sportlich exzessiv ausgeschwitzten Dopamin glücklich oder gar euphorisch. Ein Satz mit X – das war wohl nix. Mit immernoch kreisenden Gedanken lege ich mich schließlich einfach schlafen. Am nächsten Morgen bemerke ich die Blase, die ich mir gelaufen habe. Und den riesen Muskelkater. Na toll!

Das ist jetzt ein paar Wochen her und seitdem drücke ich mich wieder wo es nur geht vor jedweden joggingähnlichen Aktivitäten. So was Blödes! Dabei ist Joggen doch so angesagt. Macht doch zurzeit jeder irgendwie, oder? Nun ja… Mich wohl mal ausgenommen. Ich liebe lange Spaziergänge und zugegebenermaßen stehe ich Nordic Walking auch weniger abgeneigt gegenüber, als ich das mit noch nicht einmal ganz 20 Jahren vielleicht sollte 😉 Und ich würde mich auch nicht als komplett unsportlich beschreiben. Ich gehe zum Beispiel wirklich gerne schwimmen. Aber Joggen? Warum klappt das bloß nicht bei mir? Ich habe der Sache wirklich mehr als nur eine zweite Chance gegeben. Seit mehreren Jahren ertappe ich mich nun schon dabei, wie ich in regelmäßigen Zeitabständen immer wieder aus den unterschiedlichsten Gründen denke: „Hey, wie wärs? Proiers doch einfach nochmal mit Joggen.“ Und jedes Mal bin ich wieder enttäuscht. Selbst wenn ich es mal schaffe, es länger durchzuziehen. Mein bisher bester Versuch waren mal drei Monate am Stück einmal die Woche regelmäßig laufen gehen. Und selbst damit habe ich nach einer gewissen Zeit wieder aufgehört. Warum? Weil ich einfach immer wieder merke, dass es nicht meine Sportart ist. Und ganz ehrlich? Das ist doch auch vollkommen in Ordnung! Oder? Nicht jeder muss ein Jogger sein! Ich gehe eben lieber Schwimmen oder zum Zumba. Aber wenn ich auf Instagram und Pinterest all die hochgradig motivierten, aus bunten Plastikflaschen Proteinshakes-trinkenden Fitnessmodel Look-a-likes sehe, wie sie lachend und in bauchfreien Sportoberteilen ihre Runden drehen, dann denke ich ehrlicherweise schon: Boah, das will ich auch. Joggen, wie toll! Nur, dass ich das scheinbar nicht bin. Ok. Das muss ich wohl lernen zu akzeptieren. Joggen macht mir keinen Spaß. Punkt. Ist doch in Ordnung. Man muss nicht alles toll finden, was gerade in Mode ist. Ich muss keine Momjeans tragen, kein Sushi mögen, niemand zwingt mich, ein Levis T-Shirt zu tragen und ich brauche auch nicht zwingend ein Festivalticket. Die Menschen sind nun mal verschieden. Und das ist auch für die meisten in Zeiten der Hipster-Selbstverwirklichungswelle total ok. Das wirklich schwierige ist manchmal nur, es selbst zu akzptieren.

Ich will nicht lügen. Wie ich mich kenne, hält diese Erkenntnis jetzt einige wenige Monate und dann versuche ich es wieder. Und wieder. Und immer wieder. Wahrscheinlich. Weil Joggen Hip ist. Aber bis mein Gehirn die Erinnerung an das Ergebnis dieses vergangenen Versuches erfolgreich gelöscht hat, packe ich wohl lieber wieder die Schwimmtasche. Dann bin ich eben uncool. Noch jemand?

Wovor laufen die denn eigentlich alle davon?

Habt ihr eine Lieblingssportart? Joggen vielleicht? 😉

Leni

Trarii, Traraa, der Herbst ist da// Jahreszeitenrückblick Sommer

Lifestyle

Trarii, Traraa … der Herbst ist da!

Endlich, wie ich in meinem Fall sicher ganz ehrlich sagen kann. Mir war es dann in den letzten Zügen doch einfach viel zu viel mit dem Spätsommerwetterblues, Jahreszeitenwechselgewitter und der elenden Schwitzerei #TMI

Und außerdem kann einem dieser leicht frische Herbstwind viel besser die Gedanken durchwirbeln, als die angestaute Sommerschwüle. Deshalb heißt es für mich jetzt: Neue Jahreszeit, neues Glück, neue Ideen… 😉

Was im Sommer so los war:

Gereist … bin ich in der Nordbretagne. Dort bin ich abschiednehmend den Strand noch einmal ausgiebig hoch und runter gewandert und habe mich vorerst verabschiedet. Außerdem war ich in Budapest bei einer lieben Freundin und habe mir das wunderschöne ungarische Leben von einer echten „Einheimischen“ zeigen lassen. Einen Tag haben wir mit zwei Französischen Bekannten verbracht, die zufällig auch gerade auf der Durchreise waren. Was man in Budapest alles so machen kann, Reise – Spar und Insidertipps einer echten Budapesterin gibt es demnächst auf https://simplysoleilblog.wordpress.com/ .

Gebastelt … mit meiner lieben Freundin Marla habe ich den Sommer über fleißig an einem neuen Blog gebastelt. Seit Anfang August arbeiten wir daran, bloggen vor, brainstormen, fotografieren und schreiben wie die Wilden und am 10.10.2017 geht er endlich online. Simply Soleil heißt der Blog, den ihr hier findet. Inhaltlich wird es um die Themen Travel, Beauty, Lifestyle, Food und Fashion gehen und natürlih freuen wir uns über jeden, der vorbeischaut. 🙂 Unter dem großen + im Dreieck mittig auf der Seite könnt ihr den Blog jetzt schon abonnieren, dann verpasst ihr keinen Post.

Gelesen … habe ich Ken Follet. Meine große neue Romant(echn)ische Liebe. Ich versinke richtig in den Welten, die er beschreibt und für eine Leseratte wie mich ist auch ein 1000 Seiten Roman eher An – als Abturn. Aktuell stecke ich im zweiten Teil der Jahrhunderttrilogie und verfolge unterschiedlichste Personen verschiedener Nationalitäten dabei, wie sie die schwierige Zeit des zweiten Weltkrieges erleben und gestalten. Eine große Empfehlung, auch für diejenigen, die denken, sie könnten mit historischen Romanen gar nichts anfangen.

Geschrieben … habe ich eine ganze Menge. Und Vieles davon ja auch hier auf dem Blog. Vermutlich rückblickend betrachtet ein bisschen viel niedergeschlagen klingende Texte, aber geliebte Menschen und ein neues Zuhause zu verlassen ist eben nun mal keine einfache Sache, dementsprechend hat mich das Thema im Sommer beschäftigt/belastet.

Gekauft … viele schöne Dinge auf Kleiderkreisel. Eine tolle Plattform für Secondhand Liebhaber und Sparfüchse. Wer nach schönen Klamotten oder auch nach bestimmten Kosmetikmarken sucht, wird hier sicher fündig. Und meine Kreiselliebe ist im Sommer neu entfacht worden.

Gefeiert … einige Geburtstage und den Abschied von lieben Freundinnen, die mich fürs Studium verlassen und quer durch Deutschland entschwinden. Aber dann heißt es demnächst in der Gekauft… – Rubrik eben : ganz viele Fernbustickets.

Gefunden … wunderschöne Menschen. Bezaubernde, lachende, frohe Personen, die sich innerhalb kürzester Zeit in mein Herz eingenistet haben und die ich auf keinen Fall mehr hinauslasse. Und eine Beschäftigung, die mich in nächster Zeit sehr ausfüllen wird.

Gehört … habe ich in letzter Zeit wieder sehr regelmäßig den Podcast „Fest&Flauschig“ von Böhmermann und Olli Schulz auf Spotify. Die beiden reden über „Dies und Das und Jenes“. Mal interessanter, mal weniger interessant für mich, aber immer unterhaltsam und auch ein bisschen lehrreich. Große Liebe!

Gesehen … viele Poetry Slams. Jeden, den ich irgendwie mitnehmen konnte, seit ich wieder in Deutschland bin. Denn Sprache ist eine Waffe und ein Geschenk und Poesie macht glücklich!!

Gelernt … dass Freundschaft sich nicht über die Zeit definiert, die man zusammen verbracht hat, sondern darüber, wie intensiv die Momente waren, die man geteilt hat. Und das man mehr als eine Familie haben kann.

Ich bin auf mehreren Blogs und Youtubekanälen jetzt schon öfter über diese Art der Reflektion gestolpert und fand sie immer sehr schön und passend. Lasst mich gerne wissen, ob ihr das auch so seht.

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Leni

Bildschirmumarmungen

Lifestyle

Biep. Biep. Biep. – tuuut. Verbindung unterbrochen. Und wieder. Und wieder. Beim fünften Versuch schließlich klappt es. Und dann bist du da. Sitzt mir verpixelt und schlecht aufgelöst, leicht griselig gegenüber. Die Haare nach oben in den Dutt gesteckt, wie immer. Als ob wir uns gestern erst „Au revoir“ gewünscht hätten. Als ob nicht schon fast drei Monate vergangen wären. Als ob ich dich einfach kurz durch den Bildschirm in den Arm nehmen könnte. Auch wenn das natürlich nicht geht. Es ist schön, wieder Französisch zu sprechen. Und deine Stimme wieder zu hören. Und was du in der Zwischenzeit so getrieben hast. Du hast die Welt gesehen, warst einmal am anderen Ende davon. Hast Elephanten fotografiert und dich mit Curry vollgestopft. Ich kann gar nicht glauben, dass selbst das jetzt schon ein wenig zurückliegt. Und das ich nicht sofort nach deiner Rückkehr davon erfahren habe. Neben dir auf der Couch sitzend, eine Tasse Kakao in der Hand und eine Maske im Gesicht, für die „Mädelsabendatmosphäre“ zu der ich dich gezwungen hätte. Ich sehne mich dahin zurück. Ausgelaugt nach einem viel zu langen Tag, zu dritt den Tag mit dir und A. durchzuquatschen. Wir würden uns aufregen über diesen und jenen und dies und das – und dann würden wir lachen, weil auch so viel Schönes an dem Tag passiert wäre, das uns so viel gegeben hätte. Umarmungen, Zusprüche, unsere kleine Welt. Eine Träne rollt mir aus dem Augenwinkel und dein verpixeltes Du nimmt deine Kamera kurz in den Arm.

Du erzählst weiter. Wie du wieder da warst. Zu Besuch. Und wie sich alle gefreut haben. Wie sich nichts verändert hat – und für mich doch so viel. Für uns.

Du berichtest von den Kursen, die du jetzt besuchst, von neuen Mitschülern, Reiseplänen und einer Idee davon, wann wir uns vielleicht wiedersehen. Ich erzähle dir auch von mir. Von den neuen Leuten, dem Lernstoff und dass ich letzte Woche beim Kickboxen war. Du musst lachen.

Wir sagen „Bonne nuit“ und als ich auflege, wisch ich mir noch eine Träne aus dem Augenwinkel. Weil deine Kameraumarmung der schönste Teil meines Tages war.

In French you don´t say „I miss you“. You say „Tu me manque“ wich means „You´re missing from me“. I love that!

Biep. Biep. Biep.

Leni